Gesundheit

Allergieprävention in der Schwangerschaft

Was es zu beachten gibt

Stillen als beste Allergieprävention
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Allergien wie Heuschnupfen, Neurodermitis, Asthma oder Lebensmittelallergien sind oftmals vererbbar und werden somit von Mama oder Papa auf das Kind übertragen. Wenn beide Elternteile an der gleichen Allergie leiden, liegt das Risiko für das Kind ebenfalls daran zu erkranken, bei 60 bis 80 Prozent. Welche Präventionsmassnahmen es für sogenannte Risikokinder gibt und welche Rolle diese spielen, haben wir im folgenden Artikel für Sie zusammengefasst.

 

Ernährung in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft sollten Sie auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung achten:

  • Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens 2 Litern pro Tag
  • Essen Sie regelmässig Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Milch- und Milchprodukte sowie mageres Fleisch
  • Bauen Sie wöchentlich eine fettreiche Fischmahlzeit mit Lachs, Hering oder Makrele ein
  • Versorgen Sie Ihr Körper bereits vor der Schwangerschaft mit wichtigen Vitaminen und Spurenelementen. Nehmen Sie insbesondere während der Schwangerschaft ein Nahrungsergänzungsmittel mit Folsäure und Jod ein

Eine allergenarme Diät in der Schwangerschaft wird nicht empfohlen. Leiden Sie als Mutter an einer Lebensmittelallergie, sollten Sie das betreffende Lebensmittel natürlich auch weiterhin weglassen.

 

Stillen

Die ersten vier Lebensmonate eines Säuglings spielen bei der allergischen Prägung eine zentrale Rolle. Stillen in dieser Zeit ist die beste Präventionsmassnahme, die Sie Ihrem Kind bieten können.

 

Verstärkende Faktoren

Folgende Faktoren können das Risiko für Allergien verstärken:

  • Aktives und passives Rauchen der Mutter
  • Schimmelpilzförderndes Raumklima
  • Haltung von Haustieren

 

Einrichtung des Kinderzimmers

Folgende Tipps sind für ein möglichst allergiefreundliches Kinderzimmer zu beachten:

  • Vermeiden Sie Innenraumschadstoffe wie Farbe, Möbellacke usw. Eine allfällige Renovierung des Kinderzimmers sollte möglichst lange vor der Geburt abgeschlossen sein, damit genügen Zeit zum Auslüften besteht
  • Vermeiden Sie Schimmel und Feuchtigkeit
  • Überlegen Sie gut, ob die Anschaffung eines felltragenden Haustieres wie Hund oder Katze sinnvoll ist
  • Vermeiden Sie vermehrte Verkehrsemissionen, indem das Kinderzimmerfenster nicht zu einer viel befahrenden Strasse ausgerichtet ist

 

Wir wünschen Ihnen eine beschwerdefreie Zeit!

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