Bei der Arbeit als Betreuungskraft mit Unterkunft lebt die Betreuungskraft im Haushalt des Seniors und unterstützt ihn im Alltag. Dieses Betreuungsmodell ist in Deutschland und Österreich weit verbreitet, insbesondere dann, wenn eine ältere Person nicht in ein Pflegeheim umziehen möchte, aber nicht mehr allein leben sollte.
Arbeitet eine Betreuungskraft rund um die Uhr?
Der Begriff „Betreuung mit Unterkunft“ bedeutet nicht, dass die Betreuungskraft ohne Unterbrechung arbeitet. Sie lebt mit dem Senior zusammen und ist im Haushalt anwesend, hat aber ein Recht auf Schlaf, Erholung und Freizeit.
Im Tagesablauf gibt es üblicherweise Zeiten aktiver Arbeit, beispielsweise bei der morgendlichen Körperpflege, den Mahlzeiten, den Einkäufen, einem Spaziergang oder der Vorbereitung des Seniors auf die Nacht. Zwischen diesen Aufgaben gibt es Pausen.
Vor Beginn des Einsatzes sollte geklärt werden:
- ob der Senior nachts durchschläft,
- ob er beim Aufstehen Hilfe benötigt,
- wie die morgendliche und abendliche Körperpflege aussieht,
- ob ein Transfer erforderlich ist,
- ob der Senior an Demenz leidet,
- ob noch andere Personen im Haushalt leben,
- welche Haushaltsaufgaben übernommen werden sollen,
- wann die Betreuungskraft Freizeit hat.
Wenn der Senior nachts häufig aufwacht, ständig beaufsichtigt werden muss oder viele nächtliche Einsätze erforderlich sind, sollte dies bereits im Vermittlungsgespräch besprochen werden. Eine solche Betreuung ist deutlich belastender und kann zusätzliche Unterstützung erforderlich machen.
Wie sieht der Tagesablauf einer Betreuungskraft mit Unterkunft aus?
Jeder Haushalt hat seinen eigenen Rhythmus, viele Einsätze verlaufen jedoch ähnlich. Der Tag beginnt meist mit der Unterstützung des Seniors beim Aufstehen, beim Toilettengang, beim Anziehen und beim Frühstück. Anschließend kann die Betreuungskraft Einkäufe vorbereiten, die Küche aufräumen, Medikamente nach den getroffenen Vereinbarungen reichen oder mit dem Senior spazieren gehen.
Im Laufe des Tages ist Zeit für das Mittagessen, die Ruhepause des Seniors, Gespräche, von der Familie empfohlene Übungen oder gemeinsames Fernsehen. Am Abend unterstützt die Betreuungskraft beim Abendessen, bei der Körperpflege und bei der Vorbereitung auf die Nachtruhe.
Ein typischer Tag kann Folgendes umfassen:
- morgendliche Hilfe beim Aufstehen,
- Zubereitung des Frühstücks,
- Aufräumen nach der Mahlzeit,
- Einkäufe oder einen Spaziergang,
- Zubereitung des Mittagessens,
- Freizeit für den Senior und die Betreuungskraft,
- Unterstützung bei der Medikamenteneinnahme nach Absprache,
- Abendessen,
- abendliche Körperpflege,
- Vorbereitung der betreuten Person auf die Nachtruhe.
Bei einem gut beschriebenen Einsatz weiß die Betreuungskraft, was sie erwartet. Das reduziert den Stress nach der Ankunft und hilft ihr, sich schneller im neuen Haushalt zurechtzufinden.
Wie bereitet man sich auf den ersten Einsatz vor?
Vor dem ersten Einsatz sollte man alle erforderlichen Dokumente zusammenstellen, die Bedingungen bestätigen und sich auf das Leben an einem neuen Ort vorbereiten. Ohne Informationen über den Senior, den Aufgabenbereich und die Vergütung sollte man keinen Einsatz antreten.
Vor der Abreise sollte Folgendes geprüft werden:
- der Einsatzort,
- Beginn und Ende des Einsatzes,
- der Gesundheitszustand des Seniors,
- der Grad seiner Mobilität,
- das Vorliegen einer Demenzerkrankung,
- die Situation in der Nacht,
- der Umfang der Haushaltsaufgaben,
- die Wohnbedingungen,
- die Höhe der Vergütung,
- die Art der Auszahlung,
- die Kontaktdaten des Koordinators,
- die Organisation der An- und Abreise.
Mitgenommen werden sollten ein Ausweisdokument, die Einsatzbestätigung, regelmäßig benötigte Medikamente, bequeme Kleidung, ein Mobiltelefon, ein Ladegerät und gespeicherte Kontaktnummern.
Kontakt mit der Familie und dem Koordinator
Eine gute Kommunikation hilft dabei, viele Probleme zu vermeiden. Die Familie des Seniors sollte wissen, wie die tägliche Betreuung verläuft. Der Kontakt sollte jedoch klar geregelt sein. Am besten wird vereinbart, wann die Betreuungskraft Informationen weitergibt und in welchen Situationen sie sofort anrufen soll.
Der Familie oder dem Koordinator sollten folgende Situationen gemeldet werden:
- eine Verschlechterung des Befindens des Seniors,
- ein Sturz,
- die Verweigerung von Essen oder Trinken,
- Schlafprobleme,
- neue oder ungewöhnliche Verhaltensweisen,
- Schwierigkeiten bei der Körperpflege,
- fehlende Hygieneartikel,
- eine Veränderung des Aufgabenbereichs,
- Konflikte im Haushalt,
- eine Erkrankung der Betreuungskraft.
Personen, die eine legale Tätigkeit als Betreuungskraft mit Unterkunft in Deutschland oder Österreich suchen, können die Unterstützung von MK Care in Anspruch nehmen. Das Unternehmen hilft dabei, einen Einsatz zu finden, der zur Erfahrung und den Fähigkeiten der Betreuungskraft passt, legt die Bedingungen der Zusammenarbeit transparent fest und gewährleistet während des Einsatzes den Kontakt zu einem Koordinator.

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