Bewegung und Diabetes – Teil 2

Laufen Sie Ihrem Diabetes davon

Fitness in der Natur
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Besprechen Sie sich zuerst mit Ihrem Arzt. Sobald Sie grünes Licht erhalten, heisst es: „Bringen Sie Bewegung in Ihren Alltag!“

Aller Anfang ist schwer

Wenn Sie zu viele Kilos mit sich schleppen, ist es wichtig, gelenkschonende Sportarten auszuüben, wie zum Beispiel Schwimmen. Auch soll ein langsamer Aufbau erfolgen, damit Sie Bewegung nachhaltig in ihr Leben integrieren können. Setzen Sie sich Teilziele und beginnen Sie anfänglich mit kurzen zehnminütigen Trainingseinheiten. Manchmal hilft es auch die Termine fix in der Agenda einzuplanen oder sich mit einem Kollegen oder einer Kollegin zum Sport zu verabreden.

Insulin und Sport

Falls Sie Insulin spritzen oder Medikamente einnehmen, kann dies bei sportlicher Betätigung eine Unterzuckerung auslösen. Dazu reicht schon eine leichte Wanderung, da wir in Bewegung mehr Glukose (Zucker) verbrauchen. Deshalb sollte auch vor und während dem Sport der Blutzuckerwert geprüft werden. Bei einer Unterzuckerung hilft Traubenzucker. Besprechen Sie das genaue Vorgehen ihres Trainingsaufbaus mit ihrem Arzt und tragen Sie immer Ihren Diabetes-Pass mit sich.

Die richtige Sportart

Bei der Wahl der Sportart sollte für Sie vor allem der Spass im Vordergrund stehen und ein langsamer Aufbau erfolgen. Sehr gut eignet sich Spazieren, Nordic Walking, Joggen, Radfahren, wie auch Fitnessübungen. Alle Ausdauersportarten bringen den Stoffwechsel in Schwung. Im Idealfall können Sie Ihr Ausdauertraining mit Kraftübungen kombinieren. Dabei geht es nicht darum, möglichst schwere Gewichte zu stemmen, sondern vielmehr um eine Stärkung Ihrer Muskulatur. Bewegung lässt sich selbstverständlich im Alltag einbauen, steigen Sie Treppen oder gehen Sie mit dem Velo einkaufen. Insgesamt sollten Sie sich drei Mal wöchentlich mindestens eine halbe Stunde bewegen. Beginnen Sie langsam und steigern Sie die Trainingseinheiten stetig. Eine Faustregel besagt, dass wenn Sie sich während des Trainings noch unterhalten können, Sie sich im richtigen Intensitätsbereich bewegen.

Setzen Sie sich realistische Ziele, damit die Freude an der Bewegung bleibt. Geben Sie sich Zeit, bis Ihr neues Verhalten zur Gewohnheit wird. Wir wünschen Ihnen ganz viel Ausdauer für Ihre Bewegungsziele!

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