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Nachhaltig und sparsam durch den Alltag

In der heutigen Gesellschaft gehören Begriffe wie “Nachhaltigkeit” und “Sparsamkeit” zum täglichen Programm. Vielen Haushalten liegt es immer mehr am Herzen, im Alltag nicht nur den Geldbeuten, sondern auch die Umwelt zu schonen.

Energie sparen!
Kategorie:
Autor:
Luzia Ebnöther

Hier bietet der klassische schweizerische Haushalt mehrere Ansatzpunkte. Allen voran stehen Massnahmen zur Energieeinsparung. Laut beobachter.ch verbirgt sich in der Mehrheit der Haushalte ein grosses Stromsparpotenzial, das die jeweiligen Stromkosten dank gezielt angewandter Massnahmen bis zu 50 % reduzieren kann.

Beispielsweise müssen viele Kleingeräte nicht 24 Stunden am Tag eingeschaltet sein. Um die jeweiligen Geräte während der Standby Phase zu deaktivieren, lohnt sich beispielsweise der Kauf einer ausschaltbaren Steckerleiste. Diese ist günstig in der Anschaffung und kann eine grosse Hilfe beim Einsparen von Stromkosten sein.

Kostenfalle Homeoffice
Insbesondere in modernen Haushalten, in denen sich das Homeoffice wachsender Beliebtheit erfreut, werden häufig versteckte Kosten übersehen. Hier ist es ratsam, schon beim Kauf auf energiesparende Geräte zurückzugreifen. Beispielsweise erweisen sich LED Bildschirme als deutlich energieeffizienter als LCD Bildschirme. Entsprechende Geräte sind mit bestimmten Labels, wie dem ENERGY STAR Label versehen. Die ENERGY STAR Initiative hat ihren Ursprung in den USA und ist seit dem Jahr 2009 eine offizielle Partner-Initiative der Schweiz. Seither ist die Mehrheit vieler angebotener Geräte mit dem Gütesiegel versehen - und auch künftig erwartet die Schweiz, dass sich immer mehr Hersteller an die vorgegebenen Spezifikationen anzupassen.

Neben Bildschirmen und PCs bietet der Schweizer Markt auch immer mehr energiesparende Drucker- und Kopiergeräte. Wem zusätzlich ein nachhaltiger Umgang mit Verbrauchsmaterialien am Herzen liegt, der greift auch hier auf entsprechende Produkte zurück. So hält Tonerpartner.ch ein grosses Sparpotenzial im Bereich Toner und Tinte bereit. Beispielsweise sind die sogenannten Rebuilt Toner aufgrund ihrer Wiederaufbereitung nicht nur umweltschonend, sondern auch günstiger in der Anschaffung als neue Originaltoner. Qualitätseinbussen werden bei dem Aufbereitungsvorgang gänzlich vermieden, da verschlissene Einzelteile durch neue Ersatzteile fachmännisch ersetzt werden. Eine weitere Alternative zum Einsparen bei Druckkosten bietet die sogenannte Refill Kartusche. Diese kann nach dem Tonerverbrauch leicht mit neuem Tonerpulver wieder befüllt werden. Die wiederverwendbaren Kartuschen sollten ausschliesslich von fachkundigen Händlern erstanden werden und können dort oftmals auch regelmässig aufgefüllt werden.

Energiesparende Beleuchtung

Auch bei der alltäglichen Beleuchtung lassen sich oft überflüssige Extrakosten vermeiden. Ähnlich wie bei den Kleingeräten im Homeoffice beginnt das Sparen schon beim Kauf. Auch wenn energiesparende Leuchtmittel auf den ersten Blick teurer in der Anschaffung wirken als herkömmliche Lampen, zahlt sich deren konsequente Nutzung langfristig aus. Jedoch erfordert der Umgang mit der stromsparenden Alternative auch ein gewisses Mass an Selbstdisziplin. So sollten einfache Massnahmen, wie das Ausschalten der Lampe beim Verlassen eines Raumes, konsequent eingehalten werden. Für Hauseingänge und Gartenwege lohnt sich der zusätzliche Einsatz von Bewegungsmeldern, die dafür sorgen, dass das Licht lediglich bei Bedarf zum Einsatz kommt. Laut einer aktuellen Erhebung des Verbands Schweizer Elektrizitätsunternehmen werden, trotz Abschaffung der alten Wolfram Glühbirne im Jahr 2012, in vielen Schweizer Haushalten immer noch die Restbestände der stark Strom verbrauchenden Leuchten eingesetzt. Entsprechend werden die Stromkosten oft unbewusst auf einem hohen Level gehalten.

Sparsamkeit in der Küche
Was oftmals in Haushalten unterschätzt wird, sind die Einsparmöglichkeiten bei Küchengeräten und Waschmaschinen. Bereits minimale Massnahmen können hier einen Grossteil der Stromkosten reduzieren. Bei Kühlgeräten lassen sich diese wie folgt zusammenfassen:

  • Kühlschränke sollten möglichst an einem trockenen und kühlen Ort platziert werden. Die unmittelbare Nähe zu Wärmequellen wie Herd und Backofen sollte hierbei gänzlich vermieden werden.
  • beim Einbau der Kühlgeräte dürfen die Lüftungsvorrichtungen (meist Lüftungsschlitze) nicht bedeckt sein.
  • das Abtauen von tiefgefrorenen Lebensmitteln kann im Kühlschrank genauso gut vorgenommen werden wie ausserhalb. Der Vorteil beim Abtauen im Kühlschrank liegt darin, dass sich die zusätzlich abgegebene Kälte energiesparend auswirkt.
  • bevor gekochte Speisen in den Kühlschrank gestellt werden, sollten diese gänzlich abgekühlt sein. Die unnötige Wärme strapaziert nicht nur die Kühlleistung und letztendlich den Geldbeutel, sondern birgt auch einen zusätzlichen Nährboden für unerwünschte Keime sowie das Risiko einer negativen Beeinflussung anderer Kühlprodukte.
  • auch die richtige Kühltemperatur wirkt sich positiv auf den Stromverbrauch aus. In Kühlschränken liegt diese zwischen fünf und sieben Grad und im Gefrierfach bei -18 Grad.

Die energiesparende Nutzung von Waschmaschine und Trockner
Was vielen Haushalten oftmals nicht bewusst ist, ist der hohe Stromverbrauch, den eine Waschmaschine beim Erhitzen des Wassers verursacht. Deshalb verfügen viele neuere Modelle über einen Warmwasseranschluss. Weiterhin lassen sich durch den Verzicht auf Vorwaschprogramme Kosten vermeiden. Grundsätzlich sollte bei jedem Waschgang die maximale Füllmenge ausgenutzt und so oft wie möglich das Sparprogramm zum Einsatz kommen. Je geringer die Gradzahl, desto höher das Sparpotenzial. Ist die Wäsche nur leicht verschmutzt, reichten meist schon 40 Grad für ein sauberes und energieeffizientes Ergebnis.

Wer auf den Einsatz eines Trockners verzichtet, kann sich über eine niedrigere Stromrechnung freuen. Vielmehr lohnt es sich, die Wäsche an der Luft trocknen zu lassen und das Gerät nur in dringenden Fällen zu nutzen. Auch gerät das Flusensieb oftmals gerne in Vergessenheit. Bei regelmässiger Reinigung trägt  auch diese Massnahme zu einem geringeren Stromverbrauch bei.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sparsamkeit und Nachhaltigkeit bereits bei der Anschaffung beginnen. Für die meisten Haushaltsgeräte gibt es heutzutage energie- und ressourcensparende Alternativen sowie wiederverwendbare und umweltfreundliche Verbrauchsmaterialien. Die grösste Herausforderung liegt womöglich darin, die gesamte Familie an das neue Verhalten zu gewöhnen. Ein Aufwand, der sich bei erfolgreicher Implementierung langfristig positiv auszahlt. Laut eines aktuellen Beitrages zum Thema “Energie sparen”, geht das Bundesamt für Energie davon aus, dass der Energiebedarf aller Haushalte durch das konsequente Einhalten entsprechender Massnahmen langfristig um 50 - 70 % reduziert werden kann.

 

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