Tiere

Schnecken und ihre Häuser

Wer im Garten oder Wald herumstöbert, findet jeweils immer wieder wunderbare Schneckenhäuser. Einige sind sie noch bewohnt, andere nicht mehr. Wie diese Kunstwerke zustande kommt und was Sie damit verlassenden Häusern anstellen können, erfahren Sie in diesem Text.

Sammeln Sie Schneckenhäuser?
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Schnecken werden oft als störende, schleimige Tiere angeschaut, die Gemüse oder Salat im Garten wegfressen. Doch wie jedes Individuum auf unserer Erde erfüllen Sie noch andere wichtige Zwecke in der Natur.
So bilden Sie die Nahrung für Maulwürfe, Igel, Ameisen, Milben und Spinnen, genauso wie für Greifvögel. Schnecken selbst ernähren sich rein vegetarisch.

Es gibt eine Menge verschiedener Sorten und so tragen auch nicht alle ihr Zuhause auf dem Rücken mit. Das Schneckenhaus ist eine kalkhaltige Schale der Schnecke, welche über zwei Muskeln mit dem Körper des Tieres verbunden ist. Es bildet ein Schutz für die darin enthaltenen Weichteile wie Herz, Leber, Lunge und Niere und vor Verletzungen der Fressfeinde. Das Haus ist untrennbar mit dem Körper verbunden. Das heisst, eine Schnecke, welche mit Haus geboren wurde, kann nicht ohne leben.
So kommt die Schnecke zu ihrem Haus:
Eine trächtige Schnecke legt ihre 40 bis 60 Eier an eine geschützte Stelle. Dort schlüpfen die kleinen Schnecken aus und fressen ihre Eizelle auf. Dadurch wächst aus dem Tier eine Gewebsfalte und das Haus entsteht langsam. Je mehr Kalk durch die vegetarische Nahrung aufgenommen wird, desto mehr wächst das Haus der Schnecke und die Organe im Innern können sich ausbilden. Nach dem Ende der Geschlechtsreife wächst das Haus nicht mehr weiter. Die Schnecke, respektive ihr Kopf, Bauch und der Fuss kommen zum Essen, der Fortbewegung sowie zur Paarung aus dem Haus und ziehen sich sonst zurück. Während dem Winter ist ein vollständiger Rückzug möglich und mit Hilfe des Epiphragmas schützen sich die Schnecken vor den kalten Temperaturen. Das Epiphragma ist ein aus Schleim gebildeter Deckel am Ende des Hauses, welche im Frühjahr wieder durchstossen werden kann. Betrachten Sie leere Schneckenhäuser, werden Sie merken, wie unterschiedlich diese sein können.

Obwohl alle Häuser aus einer kalkhaltigen Schale bestehen und schraubenförmig auf die rechte Seite herum gewunden sind, variiert die Hausdicke, die Farbe, die perlmutartigen Innenschicht und die Grösse. Seltener zu finden sind linksgewundene Schneckenhäuser. Diese werden auch als Schneckenkönige betitelt.

Weinberg-Schnecken sind Exemplare mit besonders grossen Häusern. Die Schnecke selbst wird ungefähr zehn Zentimeter lang und 30 Gramm schwer und ihr Haus hat eine Höhe von drei bis fünf Zentimeter. Solche verlassene Häuser laden besonders ein, um damit zu basteln.

Wofür Sie leeren Schneckenhäusern verwenden können, erfahren Sie nächste Woche an dieser Stelle.

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