Erziehung

Wenn ein lieber Freund geht

Das geliebte Haustier

Abschied nehmen ist schwer
Kategorie:
Autor:
Natalie Zumbrunn

Haustiere sind für Mensch wichtige Lebensbegleiter. Auch Kinder binden sich emotional sehr an die geliebten, haarigen oder fedrigen Mitbewohner. Es können tiefe Freundschaften zwischen Mensch und Tier entstehen. Sie vermitteln Freude, Spass, Geborgenheit, Entspannung und es ist immer jemand da, wenn man nach Hause kommt.

Umso trauriger ist der Moment, in dem ein Haustier stirbt oder eingeschläfert werden muss. Gerade kleine Kinder, die noch nicht das volle Verständnis von Leben und Tod erfassen, tun sich mit dem Verlust schwer.

Die Endgültigkeit des Todes können Kinder ab zirka neun Jahren erfassen. Vorher können Sie zwar den Zusammenhang zwischen Leben und Tod begreifen, aber noch nicht auf ihr persönliches Umfeld beziehen.

 

Was wenn ein geliebtes Haustier stirbt?
Der erste Punkt ist, wie Sie es Ihrem Kind mitteilen möchten. Dafür eignet sich am besten eine vertraute Umgebung, in dem sich Ihr Kind geborgen fühlt.

  • Achten Sie sich darauf, dass Ihre Stimme einen sanften, beruhigenden Tonfall hat.
  • Legen Sie Ihrem Kind den Arm um die Schultern oder halten Sie seine Hand.
  • Nehmen Sie sich Zeit, um auf die Gefühle und Fragen zu reagieren, die bei Ihrem Kind nach der Mitteilung hoch kommen.
  • Geben Sie ehrliche Antworten. Wenn Ihr Kind merkt, dass Sie ihm etwas vormachen oder beschönigen, löst das Misstrauen und eventuell Angst aus.

 

Den Tod verarbeiten
Auch hier gibt es einige sinnvolle Rituale, die Sie mit Ihrem Kind gemeinsam machen können.

  • Wenn die Möglichkeit besteht, lassen Sie Ihr Kind Abschied nehmen. Sei es bevor Sie zum Tierarzt fahren, nach dem Einschläfern beim Tierarzt, oder Zuhause falls der Körper noch da ist. Lassen Sie Ihr Kind entscheiden, ob es diese Art von Verabschiedung möchte oder ob es sein Haustier in Erinnerung behalten möchte, wie es war.
  • Das Wort „Tod“ kann von kleinen Kindern noch nicht verstanden werden. Umschreiben Sie den Tod mit Erklärungen wie: „er wacht nicht mehr auf“, „er wird nicht mehr essen“ und so weiter.
  • Veranstalten Sie eine Beerdigung, damit Ihr Kind Abschied nehmen kann. Bereiten Sie eine kurze Rede vor, in dem Sie das Leben des Haustieres zusammenfassen oder lassen Sie Ihr Kind ein paar Worte sagen.
  • Wenn Ihr Kind möchte, kann irgendwo im Haus ein Schrein oder eine kleine Ablage aufgebaut werden, der für ein paar Tage an das verstorbene Tier erinnert. Sie sollten diesen Erinnerungspunkt aber nicht länger als ein paar Wochen bestehen lassen. Wenn Sie merken, dass sich Ihr Kind immer weniger damit befasst, können Sie ihn abräumen.
  • Wenn etwas Zeit vergangen ist, sind Erinnerungen sehr schön. Erzählen Sie sich die lustigsten Erinnerungen an Ihr Haustier. Schauen Sie gemeinsam Fotos vom Haustier an. Auch nach einiger Zeit ist es normal, wenn weitere Tränen vergossen werden. Es unterstützt die Trauerarbeit Ihres Kindes.
  • Besorgen Sie nicht sofort ein neues Haustier. Ihr Kind kann seine Trauer sonst nicht vollständig verarbeiten. Bevor Sie sich ein neues Haustier anschaffen, sollten Sie mit Ihrem Kind darüber sprechen, ob es schon bereit ist für eine neue Bindung.

 

Die Zeit heilt Wunden, es braucht aber ihre Unterstützung.

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