Gesundheit

Wie Eltern die gesunde Entwicklung der Babyfüsse unterstützen

1999 veröffentlichte der ehemalige deutsche Außenminister Joschka Fischer das Buch „Mein langer Lauf zu mir selbst“ (über seine Joggingbemühungen). Der Titel des Bestsellers kann auch auls Motto für diesen Artikel dienen:

Babyfüsse in der Entwicklung
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Autor:
Luzia Ebnöther

Vom Säugling bis zum Schulkind nehmen die Füße von Kindern einen langen Weg, bei dem Probleme auftreten können. Diese lösen sich aber häufig von selbst auf, wenn verantwortungsbewusste Eltern darauf achten, wie sich die Füße ab dem Säuglingsalter entwickeln.

Entwicklung bei Säuglingen

Eltern sehen ihrem Nachwuchs beim Herumtollen zu und ihnen gehen Gedanken durch den Kopf wie: „Oh Gott! Wie sehen denn seine Beine aus! Was ist denn das für ein Gang?“ In jüngsten Jahren sind deutlich sichtbare O- oder X-Beine keine Seltenheit. Mit Knicksenkfüßen, Plattfüßen oder wie früher Charlie Chaplin watscheln die Hosenmatze durchs Gelände.

Dennoch sollten Eltern sich nicht zu viele Sorgen machen. Das Skelett des menschlichen Fußes ist von einer Fettschicht umgeben, das bestehen bleibt, bis der Fuß eine gewisse Entwicklung genommen hat. In der Regel haben sich die erwähnten und nur vermeintlichen Fehlstellungen der Babyfüße etwa zur Zeit der Einschulung des Kindes normalisiert.

Im Laufe der Evolution haben die Menschen alle Arten von Fußbedeckungen entwickelt und sind immer weniger barfuß gelaufen. Dadurch sind viele Fehlentwicklungen des mit 28 Knöchelchen bestückten, empfindlichen Körperteils begründet. Was können Eltern konkret tun, um die Gesundheit der Säuglingsfüße zu sichern?

Die ersten Monate

Aus den evolutionären Entwicklungen sollten Eltern den richtigen Schluss ziehen. Und der heißt: Barfußlaufen! Wenn es in der Wohnung warm genug ist, stellt das sowieso kein Problem dar. In den kalten Monaten oder auf Fliesen können die Babys dies mit Antirutschsocken tun.

Doch auch im Freien (Sand, Gras, Holz) sollten Säuglinge unbeschwert das Gehen üben. Bei Kälte kann man ihnen leichte, anschmiegsame Fußbedeckungen wie Ledermokassins anziehen. Erst wenn die Kleinkinder ohne Hilfe gehen können (ein Fuß vorne, einer hinten), dann ist es Zeit, an Schuhe zu denken.

Schuhwerk

Generell sollten Eltern die Füße ihrer Babys etwa alle acht bis zwölf Wochen neu messen. Sie befinden sich im Wachstum und unterliegen deshalb ständiger Veränderung. Daher sollten die Schuhe wichtige Kriterien erfüllen. Fachhändler für Babyartikel bieten eine große Auswahl hochwertiger Produkte in diesem Bereich. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Schuhe äußerlich eine gepolsterte Ferse für die Ausbalancierung des Fußes haben. Ein leichtes Fußbett ist für die Fußsohle ebenfalls wichtig. Stützende Elemente helfen dem Fußgewölbe, sich gut zu entwickeln.

Insgesamt sollten die Schuhe, insbesondere die Sohle, flexibel, rutschfest und anschmiegsam sein. Dazu gehört auch, dass sie aus umweltfreundlichen Materialien hergestellt sein sollten. Da Säuglinge ihren Wärmehaushalt noch nicht optimal und selbstständig regeln können, ist es wichtig, dass ihr Schuhwerk atmungsaktiv ist. Zum Schließen der Schuhe bieten sich beispielsweise Klettverschlüsse ein.

Fazit

Eltern sollten auf schadstoffarme, nachhaltig hergestellte Schuhe achten. Verschiedene Siegel wie BiO, Oeko-Tex oder GS (=TÜV-geprüft) helfen hier bei der Suche. Da Kleinkinder dauernd den Schuhen entwachsen, kann man auch über Second Hand-Schuhe nachdenken. Hierbei sollten die Eltern allerdings mit dem Kind zum Anprobieren gehen. Wenn all diese Hinweise beachtet werden, steht einer gesunden Entwicklung der Babyfüße nichts mehr im Wege.

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