Krankenkassenprämien bieten Familien Einsparpotenzial
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Krankenkassenprämien bieten Familien Einsparpotenzial

Krankenkassenprämien bieten Familien Einsparpotenzial 

 


In Zeiten von steigenden Preisen versuchen viele Familien bei ihrem Ausgabeverhalten etwas zu verändern. Anstelle von Markenprodukten landen häufiger Eigenmarken von Supermarktketten im Vorratsschrank und beim Strom wird ein Wechsel des Anbieters in Betracht gezogen. Was viele Menschen bei ihren Bemühungen nicht berücksichtigen, ist, dass auch im Bereich der Krankenkassenprämien ein Einsparpotenzial besteht.

Grundversicherungsprämien – starke Steigerung in 2023


Im Jahr 2023 werden die Prämien für die Grundversicherung der Schweizer Krankenkassen im Vergleich zu 2022 um durchschnittlich 6,6 Prozent steigen. Während die mittlere Monatsprämie für Erwachsene auf 397 Franken ansteigt, ist bei jungen Erwachsenen eine Erhöhung auf durchschnittlich 290 Franken zu erwarten. Auch für Kinder haben die Schweizer Krankenversicherer eine Erhöhung der Prämien angekündigt - und zwar um 5,5 Prozent auf 105 Franken. In manchen Kantonen fallen die Erhöhungen noch gravierender aus.

Nach Jahren stabiler Prämien stehen viele Familien nun vor neuen finanziellen Herausforderungen. Denn es ist zu berücksichtigen, dass sich auch in anderen Bereichen Preissteigerungen abzeichnen. So sollen zum Beispiel mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember die Ticketpreise des öffentlichen Verkehrs nach sieben Jahren Preisstabilität wieder steigen. Die Einzelbillette, der Klassenwechsel sowie Tages- und Mehrfahrtenkarten werden um 4,2 Prozent teurer. Gleichzeitig wird die Spanne zwischen den Klassen generell um den Faktor 0,05 verringert. Dies hat zur Folge, dass die Preise in der ersten Klasse mit 1,9 Prozent weniger stark steigen als in der zweiten Klasse. Dort beträgt der Aufschlag 4,8 Prozent. 

Leistungen überall gleich – deshalb kann sich ein Wechsel lohnen


Die Leistungen, die Bestandteil der Grundversicherung sein müssen, sind vom Gesetz vorgeschrieben. Deshalb erhalten die Versicherten bei jeder Krankenkasse genau die gleichen Leistungen. Allerdings variieren je nach Alter des Versicherten, Krankenkassenmodell, Wohnort, Anbieter und Franchise die Kosten der Grundversicherung. Wer seine Kosten im Griff behalten und die Ausgabenseite optimieren möchte, sollte einen Krankenkassenwechsel in Erwägung ziehen. Auf diesem Wege kann zu besseren Konditionen die gleiche Leistung in Anspruch genommen werden. 

Über das Schweizer Online-Portal insurando.ch kann mit wenigen Schritten ein Krankenversicherungsvergleich durchgeführt werden. Der Prämienrechner des Portals berechnet das mögliche Sparpotenzial anhand von einfachen Filterkriterien. Dabei werden neben dem Standardmodell alle verfügbaren Versicherungsmodelle wie HMO, Hausarzt oder Telmed berücksichtigt. Als Berechnungsgrundlage dienen die aktuellen und offiziellen Daten von Priminfo (Bundesamt für Gesundheit BAG). Diese werden mit den persönlichen Angaben des Benutzers verknüpft.

Grundsätzlich kann auch ein Wechsel des Versicherungsmodells dabei helfen, die monatlichen Ausgaben zu reduzieren.

Was in puncto Kündigung und Wechsel beachtet werden sollte


Die Kündigungsfrist für die obligatorische Grundversicherung beträgt 30 Tage auf Jahresende. Das heisst, die Kündigung muss spätestens am 30. November bei der bisherigen Krankenkasse eintreffen. Andernfalls wird die Kündigung nicht berücksichtigt und der Vertrag läuft bis zum nächsten Kündigungstermin weiter. Aus Gründen der Rechtssicherheit sollte das Kündigungsschreiben vorzugsweise per Einschreiben an den Versicherer gesandt werden. Da die bisherige Krankenkasse der neuen Krankenkasse die Kündigung bestätigen muss, kann es bei Nichteinhaltung der Frist nicht zu einer Doppelversicherung mit entsprechend hohen Prämien kommen.

Die Sparmöglichkeiten können zusätzlich positiv beeinflusst werden, indem die Franchise gesenkt oder erhöht wird. Die Höhe der Franchise ist die gewünschte Beteiligung an den jährlichen Kosten wie Spitalkosten, Medikamentenausgaben und Arztrechnungen. Die monatliche Krankenkassenprämie ist umso tiefer, je höher die Franchise ist. Während gesunde Versicherte mit geringen Gesundheitskosten eine hohe Franchise in Betracht ziehen sollten, ist für ältere und kranke Personen eine tiefe Franchise regelmässig die ideale Lösung.

 

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