Ernährung

Was sind eigentlich Histamine?

In aller Munde, jedoch noch ziemlich Unbekannt

Histamine in Lebensmittel
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Histamin ist ein sogenanntes biogenes Amin. Einfacher gesagt ein Eiweissstoff, der in Ihrem Körper enthalten ist. Histamin hat somit in Ihrem Körper und dadurch in einigen Stoffwechselabläufe eine wichtige Rolle. Im Körper finden Sie es in der Haut, der Magen-Darm-Schleimhaut, der Lunge sowie auch im Gehirn, dem Hypothalamus. Zusätzlich finden Sie Histamine in bestimmen Lebensmittel.

 

Aufgabe des Histamins
Histamin übt im Körper verschiedene Aufgaben aus. Es bewirkt, dass in Ihrem Stoffwechsel Reaktionen ausgelöst werden, dient als Mediator. Als Beispiel: Histamin löst nach chemischen Reaktionen in Ihrem Körper eine Erweiterung der Blutgefässe aus. Diese Erweiterung steigert die Durchlässigkeit der Blutgefässe und hilft so den arteriellen Blutdruck zu senken. Histamin übernimmt noch weitere solche Aufgaben, welche für Ihren Körper lebensnotwenig sind.

 

Histaminintoleranz
Die Histaminintoleranz und ihre Auslöser sind noch nicht vollständig geklärt. Die Wissenschaft vermutet, dass ein Missverhältnis zwischen Histamin-Angebot und des abbauenden Enzyms besteht. Das erhöhte Histamin-Angebot entsteht durch eine zu hohe Zufuhr über die Ernährung. Das im Körper vorhandene Histamin nimmt bis zum jetzigen Wissenstand keinen Einfluss auf die Histaminintoleranz.

Eine Histaminintoleranz äussert sich durch verschiedene Symptome. Die Symptome erscheinen direkt nach dem Essen oder während des Essens von hohen Histamin-Konzentrationen.

Folgende Symptome können auftreten:

  • Juckreiz oder Rötungen im Gesicht oder dem Körper
  • Schwindel, Herzrasen
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall und Blähungen
  • Rote Augen oder geschwollene Lippen
     

Histamin in Nahrungsmittel
Histamin finden Sie in allen Nahrungsmitteln, die einer Gärung, Reifung oder Fermentation unterzogen wurden. Das heisst nicht nur Alkohol, Essig, oder ähnliches, sondern auch Konservendosen, Fertigprodukte oder wiedererwärmte Speisen enthalten hohe Konzentrationen an Histamin.
Bei Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an Eiweiss erhöht sich, bei längerer Aufbewahrung und Warmhalten der Lebensmittel, die Histamin-Konzentration.

Hier einige typische Lebensmittel:

  • Wurstwaren, Rohschinken, Schinken, Bündnerfleisch
  • Thunfisch, Sardellen
  • Alle Käsesorten
  • Sauerkraut, Tomaten, Ketchup, Avocado, Aubergine

Alternativen mit niedriger Histamin-Konzentration:

  • Frisches Fleisch und Geflügel
  • Frischen Fisch
  • Frischkäse, Milch, Joghurt, Quark, Rahm
  • Alle oben nicht genannte Gemüse
     

Möchten Sie mehr Informationen dazu? Diese finden Sie in unseren Artikel:
Histamin-Intoleranz-Teil 1
Histamin-Intoleranz-Teil 2
 

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