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Bittermandeln – Genuss oder Gift

Bittermandeln – giftig für Kinder

Bittermandel, Gift oder Genuss?
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Wissen Sie, wo Bittermandeln drin sind? Kennen Sie die kleinen italienischen Makronen namens Amaretti? Zusammen mit einem guten Espresso sind sie der Inbegriff eines italienischen Genussmoments. Amaretti enthalten, wie andere Backwaren, Bittermandeln. Jedoch meist nur noch den Aromastoff davon.

 

Herkunft

Bittermandeln wachsen am Mandelbaum, welcher hauptsächlich im Mittelmeerraum vorkommt. Er wird schon seit 4000 Jahren angebaut und hat seinen Ursprung in Asien. Beim Mandelbaum gibt es die Unterscheidung zwischen Süssmandeln und Bittermandel. Von Auge sind diese beiden Mandelarten kaum zu unterscheiden.

 

Süssmandeln und Bittermandeln

Die Süssmandel hat wahrscheinlich fast jeder von Ihnen zu Hause. Wir benutzen Sie zum Backen oder auch als gesunder Snack zwischendurch. Die Bittermandel hingegen ist nicht so leicht erhältlich und wird heutzutage fast immer durch Bittermandelaroma ersetzt. Bittermandeln bilden beim Verzehr giftige Blausäure im Magen. Insbesondere für Kinder ist der Verzehr sehr gefährlich. Schon bei 6-10 Mandeln ist die Dosis an Blausäure tödlich. Bei Bittermandeln, die gekocht oder gebacken wurden, ist keine Blausäure mehr nachweisbar.

Wenn Sie in der Küche nicht auf Bittermandeln verzichten wollen, verwenden Sie doch einfach das Bittermandelaroma. Auch damit lassen sich wunderbare Gebäcke zaubern. Das Rezept für Amaretti mit Schokolade finden Sie hier.

Falls Sie trotzdem Bittermandeln zu Hause haben, sollten Sie sie immer ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Bei einer Vergiftung wenden Sie sich unverzüglich an das toxische Institut unter der Telefonnummer 145.

 

Spannend zu wissen

Die Weinkenner unter Ihnen sind vielleicht damit vertraut, dass Weine nach den verschiedenen Aromen benannt werden. So wird in den Italienischen Weinen der bittere, aber erwünschte, Geschmack als Bittermandel bezeichnet. „Amaro“ bedeutet auf Italienisch bitter, so findet sich das Aroma von Bittermandeln auch im bekannten Wein namens Amarone.

 

Schon kleine Mengen, an Gewürzen aus der Natur, können schlimme gesundheitliche Folgen mit sich bringen. Aber auch hier gilt, wer sich gut informiert, ist auf der sicheren Seite!

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