Gesundheit

Welt-Adipositas-Tag

Am 4. März 2021 findet der Welt-Adipositas-Tag statt. Dies ist kein Feiertag für Betroffene, sondern ein Grund, um über krankhaftes Übergewicht und die allgemeine Stigmatisierung der davon betroffenen Personen nachzudenken.

Übergewicht hat viele Ursachen
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Autor:
Natalie Zumbrunn

1997 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Adipositas als chronische Krankheit anerkannt. Als adipös gilt, wer über eine Vermehrung des Körperfettes über das Normalmass hinaus besitzt. Dies wird mit Hilfe des Body Mass Index (BMI) berechnet. Wenn die errechnete Zahl aus dem Körpergewicht geteilt durch die Körpergrösse in Metern pro Quadrat mehr als 30 beträgt, spricht die Weltgesundheitsorganisation von Adipositas. Seit 1975 haben sich die Adipositaszahlen bei den Erwachsenen fast verdreifacht. Bei den Kindern und Jugendlichen sogar beinahe verfünffacht. Die Krankheit betrifft nicht nur Personen aus den westlichen Industrieländern, sondern steigt auch in den Entwicklungsländern rasant an. Ebenso trifft es Menschen aus allen sozialen Schichten oder Altersgruppen.

Adipositas trägt im Schatten vieles mit. Einerseits sind es die Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Schlaganfall und verschiedene Krebserkrankungen, anderseits ist es die Stigmatisierung der von Adipositas betroffenen Personen. Egal ob in der Schule, dem privaten oder beruflichen Umfeld. Übergewichtigen Personen wird sehr oft nachgesagt, dass sie unachtsam, verfressen oder bewegungsfaul sind. Dies sind alles gefährliche Äusserungen oder Denkansätze, welche sich bei betroffenen Personen einbrennen und diese sehr oft zum Rückzug aus dem sozialen Umfeld zwinget. Dabei sind die Ursachen von Adipositas vielschichtig. So spielen Faktoren wie die Genetik, Lebensstil, Kultur, Psychologie und Wirtschaft neben der Ernährung ebenfalls bedeutende Rollen.

Der Welt-Adipositas-Tag ist nicht nur dazu da, dass diese Problematik offen angesprochen, sondern die globale Adipositaskrise umgekehrt wird. Darum ruft die Weltgesundheitsorganisation dazu auf, dass wir alle unseren Nächsten helfen, ein gesundes Körpergewicht zu erreichen oder dies zu halten. Nun stellt sich die Frage, wie dies erreicht werden kann.

Folgend finden Sie einige Tipps für die Umsetzung im eigenen Umfeld:
- Schränken Sie den Konsum von stark fett- oder salzhaltigen Lebensmitteln bei Kindern klar ein und ersetzen Sie sie durch energieärmere und mit vielen frischen Kräutern angereicherte Speisen. - Tischen Sie stark zuckerhaltige Getränke nur an besonderen Anlässen auf, bevorzugen Sie im Alltag Wasser oder ungesüssten Tee.
- Machen Sie gesunde Nahrungsmittel einfacher erreichbar oder präsentieren Sie diese vorteilhafter als energiereichere Produkte.
- Bewegen Sie sich so oft wie möglich aus eigener Kraft fort. - Nutzen Sie sichere Plätze oder öffentliche Wege, um sich zusammen mit Kindern fortzubewegen.
- Bevor Sie einen Menschen aufgrund seines äusseren Erscheinungsbildes in eine Kategorie einordnen, lernen Sie diese Person kennen und hinterfragen Sie Ihre ersten Gedanken nochmals.

Das Wichtigste scheint wohl, dass Sie die Haltung, welche Sie weitergeben wollen auch selber leben. Ein Vorbild zu sein, wirkt am stärksten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung bei diesem globalen Gesundheitsproblem – gemeinsam sind wir stark.

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